Österreich: Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien kommt seinem Ziel näher
Wien. (HN) Die Initiative Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien hat nach aktuellem Stand bereits 8.220 Unterstützungserklärung für die Einreichung des Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien gesammelt. Nötig für ein Volksbegehren sind ein Promille der durch die letzte Volkszählung ermittelten Bevölkerungszahl. Derzeit sind es 8032 Unterstützungserklärungen, die somit dazu notwendig sind.
Wenn das Volksbegehren ausreichend Unterstützungserklärungen gesammelt hat und stattfindet, dabei über 100.000 Unterschriften erreicht, so muss der Nationalrat sich dem Thema annehmen.
Die Initiative gegen Kirchenprivilegien will mit dem Volksbegehren ein Bundesverfassungsgesetz schaffen lassen:
1. Zur Abschaffung kirchlicher Privilegien
2. Für eine klare Trennung von Kirche und Staat
3. Für die Streichung gigantischer Subventionen an die Kirche (Anm. derzeit ca 3,8 Milliarden € pro Jahr)
Für ein Bundesgesetz zur Aufklärung kirchlicher Missbrauchs- und Gewaltverbrechen
Die Initiative geht davon aus, dass einige der bisehr abgegebenen Unterstützungserklärungen ungültig sein werden und daher nicht berücksichtigt werden. Um das Volksbegehren aber auf jeden Fall durchzuführen benötigt es nach Aussage der Initiative noch mindestens 150 Unterschriften, um ein Polster für alle Fälle zu schaffen.
Jeder wahlberechtigte Österreicher kann die Initiierung des Volksbegehrens durch seine Unterschrift in einem Magistrat oder Gemeindeamt unterstützen. Es ist noch bis zum 20. Dezember 2012 möglich, eine Unterstützungserklärung abzugeben.
Das Formular kann direkt von der Webseite der Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien runtergeladen werden.
Die Initiative bittet alle Sympathisanten der Trennung zwischen Kirche und Staat, diese Chance zu nutzen und bis Ende dieser Woche zu unterschreiben.


